Sie haben allgemeine Fragen zum CJD?
Information & Beratung

01805 900 988 00

14 cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz,
max. 42 cent pro Minute aus den deutschen Mobilfunknetzen

beratung@cjd.de

CJD aktuell

 

Gewalt,
sexuelle Belästigung und sexueller Missbrauch haben im CJD keinen Platz


Stellungnahme des
CJD Vorstands


News

02.08.2010 - Erndttebrück-Birkelbach

Am 31. Juli 1990, wurde die „Puddingschule“ zum Jugenddorf

Birkelbach.

Am 31. Juli 1990, wurde die „Puddingschule“ zum Jugenddorf.

20 Jahre später trafen sich Vertreter des Christlichen Jugenddorfs und des Reifensteiner Verbands sowie Ehemalige um den Jahrestag zu feiern.

 

„Am 31. Juli 1990 war jedenfalls gutes Wetter“, soviel hatte Reinhardt Seber, Leiter des Jugenddorfs, im Internet herausgefunden. Und dass der 31. Juli 1944 das offizielle Sterbedatum von Antoine de Saint-Exupéry, dem Autor des „Kleinen Prinzen“, ist. Durch das Buch könne auch die Verbindung zwischen dem Reifensteiner Verband und dem CJD hergestellt werden, so Seber. Im Buch verrate der Fuchs dem Kleinen Prinz ein Geheimnis: „Man sieht nur mit dem Herzen gut“. „Wenn wir nicht mit dem Herzen sehen würden“, konstatierte Seber, „dann könnten wir unsere Arbeit gar nicht machen. Das CJD arbeitet mit Menschen und begleitet sie, das hat der Reifensteiner Verband auch getan“. 1897 wurde der Reifensteiner Verband gegründet, 1928 entstand die Wirtschaftliche Frauenschule in Birkelbach. Die Schule überlebte den Zweiten Weltkrieg, die Zahl der Schülerinnen stieg stetig. Erst in den 80er Jahren sank die Nachfrage und Birkelbach war eine der letzten beiden Schulen, die 1990 schließlich geschlossen wurden. Bereits Jahre vorher war festgelegt worden, dass das CJDdie Häuser am Böhl übernehmen würde. Auch seitdem hat sich viel getan: „In den ersten Jahren wurden hier auch noch Diät-Assistentinnen ausgebildet“, erinnert sich Reinhardt Seber, „und erst im letzten Jahr haben wir unsere Arbeit mit Aussiedlern eingestellt. Die haben hier gewohnt und in Hilchenbach Abitur gemacht“. Außerdem wurden im Jugenddorf auch unbegleitete Minderjährige, zum Beispiel aus Äthiopien, aufgenommen. Die Jugendhilfe hat sich bis heute erhalten: Allein in Birkelbach gibt es vier Wohngruppen und eine Tagesgruppe mit insgesamt 34 Kindern und Jugendlichen. Manche müssen nur kurzfristig betreut werden, anderen bleiben länger. Daneben bieten die Mitarbeiter auch Erziehungs- und Familienhilfen an und es gibt ein Projekt für Schulverweigerer. „Die Gruppen und Konzepte wurden natürlich immer wieder variiert und angepasst“, erklärt der Jugenddorfleiter. Die Jugendlichen kommen überwiegend aus dem Kreisgebiet, manche aber auch aus ganz Deutschland, weil einige der Gruppen sehr spezialisiert sind. Kaninchen, Hunde der Mitarbeiter und ein Pferd sorgen dafür, dass auch mit Tieren gearbeitet werden kann. Im September wird eigens für das Jugenddorf ein Reitplatz gebaut. In den letzten Jahren wurden außerdem drei Häuser renoviert und die Kindererlebniswelt geschaffen. Wichtig ist auch die Zusammenarbeit des CJD mit der Arbeitsagentur und der ARGE. Das Jugenddorf arbeitet berufsvorbereitend, zum Beispiel mit Werkstätten, ausbildungsbegleitende Hilfen werden angeboten sowie Kurzmaßnahmen wie Qualifizierung und Bewerbungstraining. Zusätzlich werden Umschulungen und Ausbildungen zum Koch und Beikoch in Teilzeit angeboten, damit auch alleinerziehende Frauen daran teilnehmen können. Zum 20. Geburtstag gratulierte am Samstag auch Bürgermeister Karl Ludwig Völkel, der die Ansiedlung des CJD politisch miterlebte: „Wir waren froh, dass das CJD mit seinem Konzept kam und Birkelbach eignete sich dafür ideal. Hier wird sich Jugendlichen angenommen, die im Leben eher auf der Schattenseite stehen, mit dem Motto: Niemand darf verloren gehen. Das verdient Respekt und Hochachtung“. In Vertretung des Landrats war Waltraud Schäfer gekommen, die das CJD als „wichtigen und verlässlichen Partner“ lobte. Ihre Glückwünsche überbrachten auch die erste Vorsitzende des Reifensteiner Verbands Ina Farwick sowie Renate Hilger, die das Amt vor 20 Jahren innehatte. Renate Hilger erinnerte sich als ehemalige Wittgensteiner Maid: Birkelbach galt als die Perle unter den wirtschaftlichen Frauenschulen“. Ina Farwick lobte die Renovierung der Häuser und die Arbeit des CJD, die „nicht immer einfach, aber bewundernswert“ sei. Sie erinnerte auch an die traditionellen Tugenden des Reifensteiner Verbands: „Mut, Ausdauer,

Idealismus und Demut. Und die gegenseitige Hilfsbereitschaft auch in krisenhaften Situationen. Das leistet das CJD und gibt den Jugendlichen eine Perspektive“. Die Jugendlichen, die auch das Buffet für die Gäste und die echte Wittgensteiner Schokoladentorte mit vorbereitet hatten, konnten am Samstag nur zum Teil selbst dabei sein. „Viele der Kinder und Jugendlichen, zum Beispiel unsere Mädchengruppe und die Smarties, sind auf Freizeit“, erklärte Reinhardt Seber.

 

Quelle: Westfalenpost, 02.08.2010




Fragen? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf:

Sascha Erlebach
sascha.erlebach@cjd-siwi.de

zurück zur Liste